Elektronenmikroskopie Zentrum

Im MIBE-Gebäude lassen sich mit zwei 300-kV Transmissionselektronenmikroskope (TEM) Aufnahmen mit subnanometergenauer Auflösung durchführen.

In beiden TEMs (Thermo Fisher Titan Krios und JEOL JEM3200 FSC) werden aus Feldemissionsquellen extrahierte hochkohärente Elektronen in einem Hochspannungspotential auf 300keV beschleunigt. Der Elektronenstrahl wird mit Hilfe von elektromagnetischen Linsen fokussiert. Beim Durchleuchten der Probe werden die Elektronen an der Probe gestreut. Das auf dem Detektor dabei entstehende Bild entspricht einer Transmissionsprojektion der Probe.

Mit Hilfe eines Detektors mit direkter Elektronendetektion lassen sich dabei einzelne auftreffende Elektronen detektieren, um besonders bei Dosis empfindlichen Proben ein hohes Signal-zu-Rausch Verhältnis und damit hochaufgelöste Bilder zu erzielen. Besondere technische Ausstattungen bestehend aus Aberationskorrektor sowie konstrastverstärkender Phasenplatte und Energiefilter werden verwendet, um die Qualität der Aufnahmen zu erhöhen.

Neben materialwissenschaftlichen Untersuchungen liegt ein besonderer Fokus in Aufnahmen von biologischen Proben wie Proteinen und DNA-Strukturen bei kryogenen Temperaturen. Aus diesen Aufnahmen lässt sich anschließend am Computer deren dreidimensionale Struktur rekonstruieren. Dadurch können wertvolle Informationen über Aufbau und Funktion gewonnen werden.  

Als Teil der TUM Electron Microscopy Core Facility des Kompetenzbereich Bio-und Materialwissenschaften werden die TEMs derzeit von der Forschungsgruppe um Prof. Hendrik Dietz federführend betrieben.